Die Schweiz hat 2026 den Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) übernommen, mit einem Fokus auf Antisemitismus. Bei der Auftaktkonferenz betonte die liechtensteinische Regierungschefin-Stellvertreterin Monauni die alarmierende Zunahme antisemitischer Vorfälle, sowohl im Internet als auch im realen Leben. „Der Kampf gegen Antisemitismus ist eine gemeinsame Verantwortung“, erklärte Monauni und wies auf die sicherheitspolitische Relevanz dieses Problems hin.
Liechtenstein hat bereits rechtliche Schritte unternommen, um gegen Diskriminierung vorzugehen. Der Paragraf 283 des Strafgesetzbuches sorgt für ein öffentliches Diskriminierungsverbot und ermöglicht eine konsequente strafrechtliche Verfolgung. Zusätzlich wird auf Prävention und Bildung gesetzt, unter anderem durch die Kampagne „Diskriminierung ist strafbar – Toleranz ist dein Recht“ und den jährlichen Holocaust-Gedenktag. Das Land unterstützt die Ziele des Schweizer OSZE-Vorsitzes, insbesondere die Stärkung von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten.