Der Holocaust-Gedenktag in Liechtenstein stand dieses Jahr unter dem bewegenden Motto „Erinnerung im Dialog“. Ehrengast Ivan Lefkovits, ein Überlebender der Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen, teilte berührende persönliche Erlebnisse mit Schülerinnen und Schülern des Liechtensteinischen Gymnasiums. Seine Geschichten von Verfolgung, Deportation und schließlich der Befreiung boten einen erschütternden Einblick in die grausame Realität der Vergangenheit.
Die stellvertretende Regierungschefin Sabine Monauni betonte die essentielle Pflicht des Erinnerns. Sie rief dazu auf, Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und den Schutz von Minderheiten zu stärken, um Antisemitismus und Diskriminierung aktiv entgegenzutreten. In einem kraftvollen Appell erklärte sie: „Sich dieser Geschichte zu stellen ist unbequem, aber notwendig.“ Monauni wies darauf hin, dass ein offener Dialog über die Vergangenheit wichtig ist, um Verantwortung für das heutige Handeln zu übernehmen und um eine starke Erinnerungskultur zu fördern. Der Präsident des Vereins der Liechtensteiner Freunde von Yad Vashem, Benjamin Koeck, stellte klar, dass „Nie wieder“ als Auftrag für die Gegenwart und Zukunft verstanden werden muss, um Haltung, Mut und Verantwortung im praktischen Handeln zu stärken.