Die Deutsche Stiftung Glücksspielforschung hat den Deutschen Nachwuchsforschungspreis 2025/26 in Höhe von 30.000 Euro an Dr. Sebastian O. Schneider vom Max-Planck-Institut für Verhaltensökonomik vergeben. Schneider wurde für seine bahnbrechende Studie „Risk Preferences and Field Behavior: The Relevance of Higher-Order Risk Preferences“, veröffentlich im American Economic Review, ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 13. April 2026 während eines interdisziplinären Fachsymposiums in München statt.
In seiner preisgekrönten Arbeit untersucht Schneider gemeinsam mit Matthias Sutter die Bedeutung höherer Ordnungen von Risikopräferenzen, die nicht nur die klassische Risikoaversion umfassen. Ihre Ergebnisse zeigen, wie solche Präferenzen das tatsächliche Entscheidungsverhalten außerhalb des Labors beeinflussen – ein Wechselspiel, das für das Verständnis von Verbraucherentscheidungen im Glücksspielbereich und die Entwicklung effektiver Schutzmaßnahmen entscheidend ist.
Ein internationales Expertenpanel, bestehend aus führenden Wissenschaftlern, hat die Auswahl vorgenommen. Die Stiftung steht für unabhängige Forschung zu Glücksspielverhalten und Verbraucherschutz, mit dem Ziel, evidenzbasierte Ansätze zu fördern und Risiken effektiv zu minimieren.