Ein bedauerlicher Vorfall hat weitreichende Folgen: Nach dem versehentlichen Abschuss von drei Luchsen durch einen Wildhüter wird die geplante Wiederansiedlung von zwei Luchsen im Kanton Graubünden vorläufig gestoppt. Ein politischer Vorstoß der SVP und der Mitte im Grossen Rat hat diese wichtige Initiative kurzfristig zum Erliegen gebracht. Der Verein Wildtierschutz Schweiz äußert schwere Bedenken und kritisiert, dass ein tragischer Vorfall als Vorwand genutzt wird, um ein essentielles Artenschutzprojekt zu bremsen.
Die Wiederansiedlung ist vom Bundesamt für Umwelt genehmigt und stellt einen wichtigen Schritt zum Schutz dieser einheimischen, geschützten Art dar, die entscheidend für das ökologische Gleichgewicht der Wälder ist. Der Verein betont, dass die politischen Interventionen in dieser Angelegenheit nicht zulassen dürfen, dass Naturschutzmaßnahmen aus ideologischen Gründen unterbunden werden. Sollte eine Ablehnung des Projekts erfolgen, beabsichtigt der Verein, rechtliche Schritte einzuleiten. Schließlich unterstreichen sie, dass der Schutz der Biodiversität eine staatliche Pflicht darstellt und fordern von Graubünden, sich seiner Verantwortung gerecht zu werden.