Neue alarmierende Forschungen des Marine Stewardship Council (MSC) zeigen, dass der Klimawandel eine ernsthafte Bedrohung für die Befischung weit wandernder Arten wie Thunfisch und Schwertfisch darstellt. Eine umfassende Analyse von über 500 MSC-zertifizierten Fischereien hat ergeben, dass sich die Fischpopulationen aufgrund von steigenden Wassertemperaturen in kühlere Gewässer zurückziehen. So wurde bereits der Blauflossenthunfisch in britischen Gewässern gesichtet, wo er normalerweise nicht vorkommt.

Die Studie, die im Vorfeld der UN-Klimaverhandlungen (COP30) veröffentlicht wird, hebt hervor, dass die bestehenden Fischereiabkommen veraltet sind und dringend angepasst werden müssen. Lauren Koerner, Data-Science-Managerin beim MSC, warnt davor, dass ohne flexible Abkommen die nachhaltige Befischung erheblich gefährdet ist. „Der Klimawandel schreitet voran, und die Nachfrage nach Fisch steigt. Wir müssen handeln, um eine Überfischung zu vermeiden“, betont Koerner. Der Druck auf die internationalen Fischereimanagementorganisationen ist enorm, da die wirtschaftlichen Folgen für Länder, die auf Thunfisch angewiesen sind, katastrophal sein könnten.