Hunderte von Schweizerinnen stecken in einer prekären Lage fest, nachdem im Iran verheerende Luftangriffe gestartet wurden, die zu massiven Flugausfällen führten. Insgesamt wurden 3400 Flüge gestrichen, wodurch viele Angestellte nicht rechtzeitig zur Arbeit zurückkehren können. Angestellte Schweiz fordert nun von den Arbeitgeberinnen ein Zeichen der Flexibilität und Menschlichkeit in dieser Krisensituation. Die Arbeitnehmer*innen sollten nicht die alleinige Verantwortung für ihre Abwesenheit tragen, vor allem nicht, wenn militärische Eskalationen den Grund darstellen.
In der Schweiz gibt es im Arbeitsrecht keine automatische Regelung zur Lohnfortzahlung bei solchen außergewöhnlichen Umständen. Tanja Riepshoff, eine Rechtsanwältin, betont, dass Angestellte ihre Verträge oder gegebenenfalls Tarifverträge überprüfen müssen, um zu klären, ob es finanzielle Schutzmaßnahmen gibt. Ohne solche Regelungen fordert der Verband von den Firmen, Verständnis zu zeigen und Maßnahmen wie Telearbeit, Sonderurlaub oder die Möglichkeit, versäumte Stunden nachzurbeiten, zu ermöglichen. Nur so kann der Stress, dem die Betroffenen bereits ausgesetzt sind, gemildert werden, ohne dass zusätzlich ein Einkommensverlust droht.