Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat am Dienstag, den 31. März 2026, ein bedeutendes Postulat verabschiedet, das sich mit dem Anstieg missbräuchlicher Deepfakes und KI-generierter Inhalte befasst. Angesichts der steigenden Verbreitung solcher Inhalte hat der Landtag bereits im Oktober 2025 die Regierung aufgefordert, Maßnahmen zu prüfen, um die Bevölkerung und Institutionen vor den damit verbundenen Risiken zu schützen. Dabei geht es vor allem um rechtliche, technische und präventive Maßnahmen, um die Betroffenen besser zu schützen und die Verantwortung von Online-Plattformen zu klären.
Bereits jetzt verfügt Liechtenstein über ein umfangreiches nationales Rechtsinstrumentarium zur Bekämpfung missbräuchlicher Deepfakes. Die kommenden europäischen Regelungen, darunter der Digital Services Act und die KI-Verordnung, werden auch in Liechtenstein angewendet werden und beinhalten wichtige Vorgaben zu Transparenz und Kennzeichnungspflichten. Die Regierung beobachtet aufmerksam die Entwicklungen in Deutschland und Europa zu regulatorischen Initiativen im Bereich nicht einvernehmlicher pornografischer Deepfakes und plant, baldige rechtliche Maßnahmen einzuführen, um die Bürger zu schützen, sobald sich entsprechende gesetzliche Lösungen abzeichnen.



