Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seinen Artikel-IV-Bericht über die Volkswirtschaft Liechtensteins veröffentlicht und bescheinigt ihr eine hohe Stabilität. In Anerkennung dieser starken wirtschaftlichen Lage wird Liechtenstein künftig nur alle zwei Jahre statt jährlich überprüft. Diese Entscheidung, auf Anraten der liechtensteinischen Regierung getroffen, soll den Ressourcenaufwand verringern und den bestehenden Dialog mit dem IWF aufrechterhalten.
Die wirtschaftlichen Indikatoren zeigen ein positives Bild: Liechtenstein ist ein hochinnovativer und exportorientierter Standort mit niedriger Arbeitslosigkeit und einem stabilen Haushalt ohne Verschuldung. Allerdings wird ein stagnierendes Wirtschaftswachstum prognostiziert, mit einer mittelfristigen Rückkehr zu einem Wachstumspotential von 1,5%. Der IWF hebt hervor, dass eine umsichtige Haushaltspolitik und sinnvolle Investitionen in kritischen Bereichen wichtig sind, da steigende Ausgaben insbesondere durch den demografischen Wandel und den Klimawandel auf die Regierung zukommen.
Zusätzlich fordert der IWF eine verstärkte Analyse der systemischen Risiken im Finanzsektor und begrüßt die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung makroökonomischer Daten über Liechtenstein. Der Artikel-IV-Bericht ist öffentlich zugänglich auf den Webseiten des Ministeriums für Präsidiales und Finanzen sowie des IWF.



