Die Tierschutzorganisation Animal Equality deckt auf, wie die europäische Stopfleber-Industrie mittels gezielter Lobbyarbeit politische Entscheidungen beeinflusst, während Tierschutzorganisationen kaum Gehör finden. So investierte die Branche 2025 zwischen 100.000 und 199.999 Euro in Lobbying und führte zahlreiche Treffen mit wichtigen EU-Kommissaren wie Olivér Várhelyi und Christophe Hansen durch. Dies geschah zeitgleich mit der Verabschiedung einer überarbeiteten Verordnung, die die umstrittene Zwangsmast nicht verbietet.

Die Analyse zeigt, dass von 708 öffentlichen Treffen zwischen Dezember 2024 und März 2026 lediglich sieben mit Tierschutzvertretern stattfanden, während die Fleisch-, Milch- und Geflügelindustrie in mindestens 46 Treffen Gehör fand. Besonders alarmierend: Es fanden keine Diskussionen über die Zwangsmast statt. In einem eindringlichen Appell fordern 40 EU-Abgeordnete ein Verbot der Zwangsmast in der Stopfleber-Produktion und stufen den fortdauernden Import solcher Produkte als inakzeptabel ein, während 22 von 27 EU-Ländern die Produktion der Stopfleber bereits verboten haben.

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