Eine neue Studie, die „Sweet Tooth Trial“, wirft ein neues Licht auf den beliebten Neujahrsvorsatz „weniger süß zu essen“. Die groß angelegte Untersuchung, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, zeigt, dass weder der Verzehr von süß schmeckenden Lebensmitteln noch unterlassene Süßigkeiten die Vorliebe für Süßes beeinflussen. Unabhängig davon, ob die Teilnehmer wenig, normal oder viel Zucker konsumierten, blieben ihre Geschmäcker konstant und auch wichtige Gesundheitsindikatoren wie Körpergewicht und Stoffwechselwerte zeigten keine Unterschiede.

In der Studie wurden 180 gesunde Erwachsene über sechs Monate hinweg unterschiedlichen Diäten zugeordnet. Trotz der Variation im Gewöhnungseffekt kehrten alle Probanden nach der Studie schnell zu ihrem ursprünglichen Zuckerkonsum zurück. Diese Ergebnisse stellen die gängigen Ernährungsempfehlungen infrage, die eine Reduzierung des Zuckerkonsums propagieren, um das Risiko von Übergewicht zu senken. Stattdessen empfiehlt die Studie, auf eine Reduktion der Kalorienzufuhr zu achten – ein Ansatz, der nachweislich effektiver ist.