Die Pünktlichkeit in der Logistikbranche ist voller Überraschungen! Trotz hochgelobter Quoten von bis zu 98 Prozent, enthüllen interne Audits der großen europäischen Verlader ein ganz anderes Bild: Die tatsächlichen Pünktlichkeitsraten liegen häufig unter druckvollen 90 Prozent, auch wenn man ein Kulanzfenster von drei Stunden einrechnet. „Wie messt ihr das?“, fragt Timm Trede, CEO von zipmend, skeptisch bei extrem hohen Pünktlichkeitsangaben. Hersteller nutzen oft ungenaue Definitionen, um ihre Zahlen nach oben zu schrauben. Dabei gibt es große Unterschiede: Während spezialisierte Express-Anbieter 95 bis 97 Prozent erreichen, dümpeln Standard-FTL und Stückgut bei 88 bis 85 Prozent herum.

Der Aufruf zur Transparenz ist klar wie ein Glockenschlag! Wer mit außergewöhnlich hohen Quoten wirbt, aber die Messmethoden nicht offenlegt, muss sich den Vorwurf der Manipulation gefallen lassen. Trede zieht ein deutliches Warnsignal: „Ohne nachvollziehbare Dokumentation sind solche Werte nicht belastbar.“ Die Frage bleibt: Wer kann wirklich pünktlich liefern?