Schweiz auf dem letzten Platz: Tabaklobby diktiert die Politik!

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Die Schweiz bleibt im globalen Tabaklobby-Index auf dem zweitletzten Platz und zeigt, wie stark die Tabakindustrie Einfluss nimmt.

Schweiz auf dem letzten Platz: Tabaklobby diktiert die Politik!

Die Schweiz bleibt ein Paradies für die Tabaklobby und belegt im neuen Global Tobacco Industry Interference Index (GTI) den enttäuschenden 99. Platz von 100 Ländern. Mit 96 von 100 Punkten, die eine starke Einflussnahme der Tabakindustrie widerspiegeln, fällt die Schweiz im Vergleich zum letzten Bericht um zehn Plätze zurück. Besonders auffällig ist der Einfluss von Philip Morris International, der im Rahmen der eidgenössischen Wahlen 2023 großzügige Parteispenden an SVP und FDP geleistet hat – Parteien, die sich gegen strengere Tabakkontrollmaßnahmen einsetzen.

Diese bedenkliche Verflechtung von Politik und Tabakindustrie wird durch die Beteiligung von 30 Parlamentsmitgliedern, die direkte Verbindungen zur Tabakbranche haben, verstärkt. Trotz der Einführung eines neuen Tabakproduktegesetzes, das Sponsoring durch Tabakfirmen bei Bundesaktivitäten verbietet, bestehen die Partnerschaften weiterhin, täuschend verpackt unter dem Vorwand der „unternehmerischen Verantwortung“. Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz fordert daher dringend Maßnahmen wie die Ratifizierung der WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle und ein Verbot jeglicher Kooperationen zwischen Behörden und der Tabakindustrie, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen.