In einer dramatischen Wende hat auto-schweiz auf der Jahresmedienkonferenz einen vehementen Kurswechsel in der Schweizer Automobil- und Klimapolitik gefordert. Die Branche ist in einer Krise, mit nur 234.000 Neuzulassungen im Jahr 2025, dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Trotz bedeutsamer Investitionen in die E-Mobilität bleibt die Schweiz hinter den europäischen Standards zurück. Präsident Peter Grünenfelder ruft dazu auf, die Mobilität nicht weiter zu verteuern und ein funktionierendes Ökosystem für Elektromobilität zu schaffen.
Die übermäßige Regulierung und hohen Energiepreise bremsen die Nachfrage, während auto-schweiz einen umfassenden Abbau bürokratischer Auflagen und die Abschaffung der 4-prozentigen Automobilimportsteuer fordert. Vizepräsident Helmut Ruhl betont die Notwendigkeit, die öffentliche Ladeinfrastruktur in Städten auszubauen. Zusätzlich kritisiert auto-schweiz das rigide CO2-Sanktionsregime, das die Mobilität verteuert und Investitionen behindert. Die Organisation lehnt neue Abgaben auf Elektrofahrzeuge ab und fordert, die bestehenden Finanzmittel der Automobilisten für die Mobilitätsinfrastruktur zu verwenden, um die Verkehrsinfrastruktur effektiv zu sichern.