Die Wohnungsnot in der Schweiz spitzt sich dramatisch zu! Eine aktuelle Umfrage von comparis.ch zeigt, dass 59 Prozent der Erwachsenen einen akuten Mangel an Wohnraum wahrnehmen – in städtischen Gebieten sogar 66 Prozent. Die Bevölkerung leidet, doch überraschenderweise lehnt die Mehrheit bauliche Lösungen ab: 50 Prozent der Befragten sind gegen den Bau von höheren Gebäuden mit mehr als sechs Stockwerken in ihren Gemeinden. Nur 45 Prozent glauben, dass zusätzliche Bauprojekte notwendig sind, um die Krise zu bewältigen.

Besonders betroffen sind die jungen Erwachsenen zwischen 18 und 35 Jahren, von denen 65 Prozent die Wohnungsnot fühlen. Diese Altersgruppe ist auch offener für bauliche Maßnahmen: 52 Prozent befürworten höhere Häuser in den Städten. Immobilienexperte Harry Büsser kritisiert die unvereinbaren Ansprüche der Bevölkerung: „Wir können nicht mehr Wohnraum fordern und gleichzeitig jede bauliche Veränderung verhindern!“ Während die Wohnungsnot alle betrifft, zeigen sich große Geschlechterunterschiede: 54 Prozent der Männer sind für höhere Gebäude, bei den Frauen sind es lediglich 36 Prozent. Die Zweifel an neuen Bauzonen und der notwendigen Anpassung der Bauvorschriften bleiben weiterhin groß, sodass die Frage bleibt, wie die Schweiz die drängende Wohnungsnot tatsächlich lösen will.