Der Bundesrat hat in seinem Bericht zum Postulat 24.3014 einen automatischen Teuerungsausgleich für Spitaltarife als „nicht sachgerecht“ bezeichnet. Dies könnte gravierende Folgen für die Schweizer Gesundheitsversorgung haben! Während die Inflationsrate zwischen 2020 und 2024 um 6,8 % anstieg, sind die Tarife lediglich um 2,6 % gestiegen. Anne-Geneviève Bütikofer, Direktorin von H+, warnt: „Das Ausbleiben eines garantierten Teuerungsausgleichs führt direkt in die Unterfinanzierung – und damit zur Gefährdung der Spitalversorgung!“
Die Situation ist alarmierend: Rund 25 % Unterfinanzierung im ambulanten Bereich und etwa 10 % im stationären Bereich erschweren dringend notwendige Investitionen und erhöhen den Druck auf die ohnehin knappen Fachkräfte. Bütikofer betont, dass die fehlende Anpassung der Tarife an die Teuerung einen grundlegenden Wandel in der Versorgung der Patienten unmöglich macht. Um die Zukunft der Spitäler zu sichern und die notwendigen Strukturen für eine moderne Gesundheitsversorgung zu schaffen, fordert sie die Zustimmung des Parlaments zur Motion von Ständerat Damian Müller.