Eine neue Studie von der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Konstanz zeigt, dass die Bevölkerung in den USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien überwältigend hinter der militärischen Unterstützung der Ukraine steht. Doch der Rückhalt hat klare Grenzen: Bevölkerung fürchtet hohe zivile Opfer und das Risiko nuklearer Eskalation stärker als finanzielle Kosten. Dies geht aus einer umfassenden Umfrage hervor, an der über 10.000 Menschen in den größten NATO-Waffenexportstaaten zwischen Juni und August 2023 teilnahmen.
Obwohl eine klare Mehrheit die Unterstützung für die Ukraine befürwortet, zeigen sich deutliche Differenzen in der Wahrnehmung von militärischen Strategien und Waffenlieferungen. Luftabwehrsysteme werden weitgehend akzeptiert, während die Meinung zu Panzern und Kampfflugzeugen stark polarisiert ist. Ein signifikanter Teil der Befragten ist auch gegen die Entsendung westlicher Bodentruppen. Die Studie verdeutlicht die komplexen Abwägungen der Öffentlichkeit hinsichtlich humanitärer Risiken, ökonomischer Belastungen und militärischer Eskalation, was Regierungen vor große Herausforderungen bei der Aufrechterhaltung des öffentlichen Rückhalts stellt.