Die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden vermeldet alarmierende Zahlen: Im Jahr 2025 stiegen die registrierten Straftaten auf insgesamt 663, ein Anstieg von über 16% im Vergleich zum Vorjahr, als lediglich 611 Straftaten erfasst wurden. Besonders besorgniserregend sind die Gewaltstraftaten, die um 58% auf 52 Fälle zulegten. Während schwere Delikte wie Tötungen oder Vergewaltigungen mit nur einem Fall kaum ins Gewicht fallen, nahm die Zahl der minder schweren Gewaltdelikte sprunghaft auf 40 zu.
Ein Lichtblick scheint hingegen bei der häuslichen Gewalt zu bestehen, deren Fälle von 16 auf nur 7 gesunken sind – ein Rückgang um 56%. Im Schatten dieser positiven Entwicklung steht ein besorgniserregender Anstieg bei Cybercrime: Die Delikte in diesem Bereich stiegen um 20% auf 137 Fälle. Betrug und Geldwäsche sind hier die häufigsten Vergehen. Die Polizei sieht sich durch diese Entwicklungen vor große Herausforderungen gestellt, insbesondere durch die neuen gesetzlichen Regelungen zu Konkurs- und Betreibungsdelikten, die zu einem unerwarteten Anstieg um 900% führten.
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