Nicht alle, die Anspruch auf Sozialleistungen haben, nehmen diese auch in Anspruch! Eine neue Studie zeigt alarmierende Ergebnisse aus Basel-Stadt. Zwischen 2015 und 2022 sank die quote der Nichtbeziehenden nur in wenigen Bereichen. So schnitten im Jahr 2022 die Familienmietzinsbeiträge mit 18 %, die Prämienverbilligung mit 23 %, die Ergänzungsleistungen zur AHV mit 32 % und die wirtschaftliche Sozialhilfe mit 26 % ab. Besonders auffällig: In Basel ist die Nichtbezug-Quote der Sozialhilfen deutlich niedriger als in anderen Kantonen – ein Zeichen für ein funktionierendes soziales Sicherungssystem.
Der Kanton hat bereits Maßnahmen ergriffen, um den Nichtbezug zu reduzieren. Zusammen mit Pro Senectute und Pro Infirmis wird gezielt auf Personen zugegangen, die möglicherweise Anspruch auf Leistungen haben. Neu können Anmeldungen für Prämienverbilligungen und Ergänzungsleistungen online erfolgen, – die Sozialhilfe spricht mehrsprachige Erklärvideos und persönliche Unterstützung für Neuanmeldungen an. Alle diese Schritte haben das Ziel, sicherzustellen, dass niemand aufgrund von Unwissenheit oder bürokratischen Hürden auf notwendige Unterstützung verzichtet.