In der hitzigen Debatte über die Löhne für Staatsangestellte hat die Kommission des Grossen Rates keine Einigung erzielt. Zentrale Streitfrage bleibt, in welchem Umfang und für wen die Einstiegslöhne erhöht werden sollten. Während die Kommissionsmehrheit eine Senkung der jährlichen Mehrkosten um 5 Millionen Franken anstrebt und die Anhebung vor allem auf die Kantonspolizei fokussiert, sieht die Kommissionsminderheit dringenden Handlungsbedarf und fordert eine generelle Erhöhung der Einstiegslöhne.
Die Mehrheit unterstützt Anpassungen wie zusätzliche Erfahrungsstufen und erhöhte Ausbildungslöhne für die Kantonspolizei, streicht jedoch die geplante Erhöhung der Geldzulagen für Schichtarbeit auf ein Viertel. Die Minderheit hingegen befürwortet umfassendere Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und besonders im Hinblick auf den Fachkräftemangel proaktiv zu handeln.
Um die Uneinigkeit schnell zu klären, wird das Thema im April dringlich im Grossen Rat behandelt. Die Diskussion über das Lohnmassnahmenpaket zeigt die Spannungen und unterschiedlichen Sichtweisen auf, wie die Löhne im öffentlichen Sektor künftig gestaltet werden sollten.



