Im Jahr 2025 hat das Bundesamt für Statistik alarmierende 22.066 Fälle von häuslicher Gewalt registriert – ein besorgniserregender Anstieg von 4,4 % im Vergleich zum Vorjahr. In Freiburg ging die Kantonspolizei täglich durchschnittlich zweimal wegen häuslicher Gewalt zu Einsätzen. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche: Bei 332 der 675 Einsätze waren Minderjährige anwesend, viele von ihnen erlebten Gewalt im Umfeld ihrer Eltern oder in eigenen Beziehungen.

Um diesem besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken, wurde die Ausstellung «Stärker als Gewalt» ins Leben gerufen, die sich auf die Aufklärung junger Menschen konzentriert. Hier können sie in den Alltag einer Familie eintauchen und durch Gespräche mit Experten Informationen über häusliche Gewalt erhalten. Zusätzlich wird ein interaktives Videospiel namens «ALTernatives» angeboten, das Jugendliche befähigt, problematisches Verhalten zu erkennen und angemessen zu reagieren. Dieses Spiel, das ab dem Schuljahr 2025/2026 auf Französisch verfügbar ist, soll die Prävention von häuslicher Gewalt im Kanton Freiburg unterstützen und Lehrkräfte ermutigen, das Thema im Unterricht zu behandeln.