Der Kanton Glarus hat die geplante Weisung des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zu per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Lebensmitteln scharf kritisiert. In einer Stellungnahme lehnt Glarus den Vorschlag ab, der die Harmonisierung der Kontrollen bei Überschreitungen der PFAS-Höchstwerte regeln soll. Während der Kanton die Absicht begrüßt, fordert er gleichzeitig, dass auch die Interessen der Landwirtschaft und Lebensmittelbranche berücksichtigt werden.
Glarus betont, dass landwirtschaftliche Betriebe zur Produktion sicherer Lebensmittel gesetzlich verpflichtet sind, jedoch derzeit ein angemessenes Selbstkontrollkonzept fehlt. Bäuerliche Betriebe in potenziell belasteten Gebieten stehen vor der Herausforderung, ihre gesetzlichen Pflichten ohne klar definierte Vorgaben des Bundes einzuhalten. PFAS, bekannt für ihre wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften, sind in der Umwelt kaum abbaubar und stellen eine ernsthafte Bedrohung dar. Der Kanton fordert deshalb umfassende Regelungen, um Betriebe rechtssicher arbeiten zu lassen.