In Glarus wurden alarmierende Mengen von PFAS, den sogenannten „Ewigkeitschemikalien“, in Böden nachgewiesen. Diese schädlichen Substanzen gelangen durch verschiedene Wege, darunter Feuerlöschschaum, in die Umwelt. Die jüngste Messkampagne des Kantons Glarus bestätigte die Kontaminierung an zahlreichen Stellen, nachdem bereits im Vorjahr erste Tests durchgeführt worden waren. Besonders besorgniserregend: Auch in Rohmilchproben aus der Region wurden PFAS entdeckt, was auf eine mögliche Belastung der Milchproduktion hindeutet.
Die aktuellen Untersuchungen der Umweltschutzabteilung zeigen, dass die Hintergrundbelastung in Schweizer Böden möglicherweise höher ist als zuvor angenommen. Bislang gibt es keine festgelegten Grenzwerte für PFAS in Böden, sodass man die ökologischen Auswirkungen der kontaminierten Flächen bislang nicht bewerten kann. Weitere Tests, insbesondere zur Grundwasserqualität, sind bereits in Planung, um die Gefährdung der Umwelt besser einschätzen zu können. Die betroffenen Behörden koordinieren eng mit den Landwirten und Grundeigentümern, um das weitere Vorgehen festzulegen.



