Die invasive Quaggamuschel (Dreissena rostriformis bugensis) breitet sich alarmierend in Schweizer Gewässern aus! Seit ihrem erstmaligen Nachweis im Jahr 2014 hat sie sich unaufhaltsam in großen Seen wie dem Zugersee und dem Vierwaldstättersee etabliert. Diese Muschelart verändert nicht nur das Nahrungsnetz durch das Filtern großer Mengen Plankton, sondern stellt auch eine erhebliche Bedrohung für die Infrastruktur dar. Muschelschalen behindern bereits die Schifffahrt im Rhein, und die dichten Kolonien sorgen für kostspielige Verstopfungen in Trinkwasser- und Kühlsystemen.

Die jüngsten Überprüfungen mittels Umwelt-DNA (eDNA) zeigen, dass die Quaggamuschel weiterhin in den gewassert getesteten Seen präsent ist, während erfreulicherweise in einigen Gewässern wie dem Ägerisee und dem Lungerersee noch kein DNA-Nachweis erbracht werden konnte. Besorgniserregend ist jedoch der erstmalige positive Test im Rotsee, was die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Quaggamuschel in neue Gewässer verstärkt. Die Zugabe von Wasser aus dem Vierwaldstättersee könnte dazu führen, dass die invasiven Muscheln bald auch dort Fuß fassen. Experten warnen, präventive Maßnahmen sind unerlässlich, um die ungebetenen Gäste in Zukunft in Schach zu halten!