In Santa Marta, Kolumbien, treffen sich am 28. und 29. April Vertreter aus rund 80 Ländern zu einer Konferenz, die sich auf den strategischen Ausstieg aus fossilen Energien konzentriert. Dies geschieht unter dem Motto der „Koalition der Willigen“, die angesichts der drängenden Klimakrise konkrete Maßnahmen ergreifen will, auch ohne globalen Konsens. Der schmerzhafte Hintergrund: 16 Jahre nach der Deepwater-Horizon-Katastrophe forciert die USA die Förderung fossiler Energien im Golf von Mexiko, was verheerende Auswirkungen auf bedrohte Meeresbewohner wie den Rice-Brydewal haben könnte.

OceanCare schlägt Alarm: Die Ozeane leiden unter massiven seismischen Aktivitäten, die durch die Suche nach neuen Öl- und Gasvorkommen entstanden sind. Die extrem lauten Schallimpulse stören die Kommunikation von Walen und Delfinen und setzen gefährdete Arten unter Druck. Im Mittelmeer, einer der am schnellsten erwärmenden Regionen der Welt, werden solche Aktivitäten fortgesetzt, teils sogar in Meeresschutzgebieten. OceanCare fordert einen sofortigen Stopp aller neuen Offshore-Aktivitäten, ein Verbot von seismischen Untersuchungen und einen klaren Plan für die Reduzierung von Plastikverschmutzung. Es ist höchste Zeit für konkrete Schritte – die Ozeane verdienen es!