Lärm, der in der heutigen Gesellschaft oft als lästig empfunden wird, hat gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit. Jährlich sterben in Europa rund 73.000 Menschen vorzeitig aufgrund von Verkehrslärm, der zudem mit 49.000 neuen Fällen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und etwa 23.000 Fällen von Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht wird. Neue Forschungen zeigen, dass Lärm auch zu einer Zunahme von Depression und Demenz führen kann, besonders bei Kindern und Jugendlichen, die unter den negativen Effekten wie Lernverzögerungen und kognitiven Beeinträchtigungen leiden.

In der Schweiz beliefen sich die Lärmkosten durch Verkehr im Jahr 2022 auf etwa 3 Milliarden Franken, wovon 1,7 Milliarden auf Gesundheitskosten entfallen. Diese Kosten betreffen nicht nur die Gesundheit, sondern auch den Wert von Immobilien. Der „Tag gegen Lärm“ wird seit 2005 international begangen, um auf diese ernsthaften Gesundheitsrisiken aufmerksam zu machen und Lösungen zur Lärmreduzierung zu fördern. Es ist entscheidend, ruhige Erholungsorte zu schützen und geschützte Bereiche zu schaffen, um die Lebensqualität in lärmgeplagten Gebieten zu verbessern.